Donnerstag, 31. Januar 2013

Der Plan 3

... oder: Bier und Gemüse haben keine Kalorien.

Ich habe mich bisher darüber ausgelassen, dass man weniger Kalorien zu sich nehmen sollte, als man verbraucht. Über den Weg, den Kalorienumsatz mit Sport zu erhöhen, habe ich ebenfalls schon gesprochen. Noch effektiver nimmt man natürlich ab, wenn man einerseits den Verbrauch an Kalorien erhöht und gleichzeitig auch noch weniger davon zu sich nimmt. Dann ist man auch in einer Phase, in der man nicht (so viel) zum Sport kommt, auf der sicheren Seite und nimmt weiter ab, oder zumindest nicht wieder zu.

Wie aber behält man da nun den Überblick? Man kann sich ja schlecht merken, welche Lebensmittel wie viele Kalorien haben. Dafür sind es einfach zu viele. Aber man kann sich das natürlich einfacher machen.
Vorab sei erwähnt, dass es dafür ganz sicher sogar irgendwelche Apps fürs Handy gibt. Ich bin von sowas aber kein Fan, daher habe ich diese Möglichkeit nicht geprüft. Es könnte einem die Zählerei aber vermutlich sehr erleichtern.
Ich verlasse mich beim Rechnen auf meinen Kopf, Google und ein paar Methoden, die Sache zu vereinfachen.

Über den Grundumsatz habe ich ja im ersten Teil schon gesprochen. Den musste ich mir also erst einmal berechnen. Egal auf welcher Internetseite ich die Berechnung durchgeführt habe, es kamen Werte zwischen 2400 und 2500 Kalorien dabei heraus. Dieser stark erhöhte Grundumsatz ist natürlich dem hohen Gewicht geschuldet. Mehr Körpermasse braucht auch mehr Energie um warm zu bleiben. Also sollte ich mit meiner täglichen Aufnahme an Kalorien möglichst unter eben jenen 2400 Kalorien bleiben. Aber wie weit?
Auch das lässt sich recht leicht beantworten. Ich wollte mich an Mengen gewöhnen, die mir auch bei meinem vorläufigen Zielgewicht von 90 Kilo noch garantieren, dass ich mein Gewicht halten kann. Schließlich will man sich auch nicht ständig umgewöhnen oder sich für das erfolgreiche Abnehmen damit bestrafen, dass man dann noch weniger essen darf. Also habe ich den Grundumsatzrechner ein zweites Mal angeschmissen und mir ausgerechnet, wie viel Kalorien ich dann noch aufnehmen dürfte. Und schon hatte ich meinen Zielwert. Der liegt so in etwa bei 1900 bis 2000 Kalorien. Wenn ich mich also darauf beschränke sollte ich pro Tag ein Defizit von 500 Kalorien haben, dass der Körper aus seinen diversen (Fett)reserven bedienen muss und wenn ich mich zusätzlich noch sportlich betätige habe ich noch mehr verbrannt. So weit so gut.

Jetzt muss man also überlegen, wie man sich das zurecht legt. Über Einsparpotenzial und Ernährung werde ich beim nächsten Mal berichten. Heute soll es noch darum gehen, wie man wohl den Überblick behält. Jeden Tag bis 2000 zu zählen ist nun nicht so praktikabel. Es führt leider kein Weg daran vorbei, dass man sich die kleinen Tabellen mit den Nährwerten auf der Rückseite (oder sonstwo), sehr genau anschauen muss. Hier muss man scharf zwischen Portionsangaben und dem Basiswert pro 100 Gramm unterscheiden.
Diese Tabellen sind, allen Unkenrufen zum Trotz, sehr viel besser als ihr Ruf. Viele Portionsangaben sind schlau gemacht. Zum Beispiel wird bei Brot oftmals der Nährwert einer einzelnen Scheibe angegeben und genau darauf kommt es ja an. So muss ich nicht alles auf die Waage legen. Alles was keinen Aufdruck hat, wie lose gekauftes Obst und Gemüse oder fertige Lebensmittel im Restaurant oder Imbiss, lassen sich ohne Weiteres mit Onkel Google recherchieren. So hat man zumindest schon mal die Zahlen. Dennoch sind das natürlich viele Zahlen. Speziell so ein Frühstück besteht aus so vielen verschiedenen Komponenten und die Wenigsten, ich auch nicht, wollen mit einem Taschenrechner am Frühstückstisch sitzen.
Ich habe mir die Sache daher vereinfacht. Ich runde alle Angaben auf die nächsten vollen 10 oder sogar 50 Kalorien auf. So hat eine Scheibe Toast 100, eine Scheibe Vollkornbrot 150 Kalorien. Man kann auch Dinge zusammenfassen, die man ohnehin immer zusammen isst. Zwei Brötchen haben 250 Kalorien. Eine Brötchen mit Käse ebenfalls 250 und so weiter und so fort. Nach einer Mahlzeit rechnet man dann alles zusammen und braucht bis zum nächsten Essen nur noch diesen Wert, bzw. die Tagessumme im Kopf zu behalten.

Diese Methode hat zwei Vorteile. Zum Einen macht man es sich natürlich etwas leichter, den Überblick zu behalten. Zum Anderen verschafft man sich etwas Puffer und zählt mehr Kalorien, als man tatsächlich aufnimmt. Das genau macht Platz für ein paar (wenige!) kleine Sünden. Auch wenn man sich selbst etwas kocht, wo besonders viele Zutaten hineinkommen, kann man leichter den Überblick behalten, indem man einige davon eben einfach ignoriert.
Genau das bringt mich zurück zur Überschrift. Wenn ich Gemüse in einem Gericht verwende, zähle ich das nicht mit. Kartoffeln sind übrigens kein Gemüse. Gemüse hat ohnehin so wenig Kalorien, dass es kaum ins Gewicht fällt. Wenn man dann vorher noch verschwenderisch gerundet hat beim Rechnen, kann man das getrost unter den Tisch fallen lassen. Auch wenn ich abends meinen Heißhunger mit Gemüsestreifen stille, wird das nicht berechnet. Selbst wenn ich mir Kräuterquark dazu genehmige.
Und meine größte Sünde, die ich ebenfalls nicht mitrechne, ist das Bier. Auch das war für mich immer gesetzt. Wenn ein Ernährungsplan nur ohne Bier funktioniert, funktioniert er eben nicht für mich. Und um es mir einfacher zu machen, zähle ich bei Bier die Kalorien einfach gar nicht. Ich habe schon im Hinterkopf, dass Bier durchaus über einigen Brennwert verfügt, und ich dazu nicht vielleicht noch das Hawaiischnitzel mit Sauce Hollondaise essen werde, sondern lieber einen Salat mit Fleisch, aber was wäre das Leben ohne Sünde?

Im nächsten Teil geht es dann um Lebensmittel und das Kaloriensparen ohne Hungern.

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